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pro-Voce hat die "Initiative Stottern" gegründet,
• weil bis heute in den Kindergärten keine Konzepte existieren, mit Hilfe derer die Erzieherinnen einer Chronifizierung des Stotterns entgegenwirken können,
• weil die Schule immer noch mittelbar zur Chronifizierung und Verstärkung des Stotterns beiträgt (J. Benecken/C. Spindler: "Zur psychosozialen Situation stotternder Schulkinder", in "Sprachheilpädagogik", 6/2003), weil mit Schulbeginn über die Zeitachse eine rapide fallende Remissionswahrscheinlichkeit zu beobachten ist (Bahrfeck/Fleischer; "Stottern und Schule", in "Die Sprachheilarbeit" 47 (2002)), weil in den Schulen bis heute keine Konzepte existieren, um dem bei einem stotternden Kind vorliegenden erheblich erhöhten Mobbing- und/oder Isolationsrisiko (dito Benecken/Spindler) zu begegnen und weil stotternde Regelschüler auch heute noch leistungsmäßig erheblich durch das Stottern benachteiligt werden (dito Benecken/Spindler),
• weil immer noch Massnahmen zur Lebenshilfe fehlen, um jugendliche Stotternde im Alltag zu unterstützen, sie aus der Isolation und der Sprachlosigkeit herauszuholen, ihnen Perspektiven aufzuzeigen aber auch weil Konzepte fehlen, mit Hilfe derer stotternde Jugendliche in Praktika, Ausbildung und Beruf geführt und begleitet werden,
• weil nach wie vor eine große Hilf- und Ratlosigkeit bei den Eltern stotternder Kinder herrscht, die sich aufgrund der Flut von Heilungsversprechungen verzweifelt im Wirrwarr der Therapieangebote nicht mehr zurechtfinden,
• weil es zu wenige unabhängige Beratungsstellen gibt, weil keine fachlich betreuten Elterngruppen initiiert werden können,
• und weil nach wie vor ein katastrophales Bild der Öffentlichkeit über das Stottern und über stotternde Menschen existiert.
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